Low Carb bei Reizdarm

Low Carb bei Reizdarm? Was hilft wirklich bei einem gereizten Darm?

Wer unter Reizdarm leidet, ist eigentlich ständig auf der Suche nach einer Lösung. Egal was, Hauptsache es funktioniert! Das Problem ist jedoch, dass Reizdarm ein bis dato sehr unerforschtes „Krankheitsbild“ ist…

… das heißt: Wenn man überhaupt von einem „Krankheitsbild“ sprechen kann. Denn eigentlich gibt laut der Medizin kein Grund zur Sorge. Reizdarm ist gesundheitlich nicht gefährlich.

Dennoch bringt es für den Betroffenen eine Reihe von unschönen Erfahrungen mit sich: Durchfall, Sodbrennen, Verstopfungen und Blähungen – und das auf fast täglicher Basis. Hinzukommt die Arzt-Odyssee, bis wirklich 100%ig festgestellt werden kann, dass sich bei den Beschwerden „nur“ um Reizdarm handelt.

In diesem Artikel klären wir dich ein wenig genauer über das neue Krankheitsphänomen auf und zeigen dir, warum du mit Low Carb als heilsame Reizdarm Ernährung gar nicht so verkehrt liegst.

Wie kommt es überhaupt zu Reizdarm?

Zahlen des Barmer Ärztereports 2019 bestätigen, dass immer öfters die Reizdarmdiagnose gestellt wird. Offiziell liegt die Zahl bei rund einer Million Betroffenen (Stand: 2017). Laut Experten ist die Dunkelziffer jedoch weitaus höher und soll bis zu 11 Millionen Menschen reichen, die regelmäßig und ohne echten Grund unter Durchfall, Verstopfungen und Co. leiden.

Selbst wenn Reizdarm aus gesundheitlicher Sicht erst einmal unbedenklich ist, muss es trotzdem einen Auslöser geben. Offensichtlich spielen mehrere Gründe eine Rolle, wobei sich eine ganz klare Tendenz dahingehend entwickelt, dass die Psyche einen sehr großen Anteil hat.

Die Grundursache liegt wohl in der modernen Lebensweise. Die Nahrungsmittelqualität ist sehr schlecht (viel Zucker, Weizen, Gluten, Transfette usw.) und der Alltag ist für den Großteil der Bevölkerung enorm stressig. Wir schlingen unsere Mahlzeiten unter Zeitdruck hinunter und vergessen, dass Essen eigentlich ein bewusster Akt der Ruhe sein sollte.

Während die einen Menschen damit wunderbar klarkommen oder zumindest nicht unter einer gestörten Verdauung leiden, trifft es die anderen umso härter.

Schnell entsteht ein Teufelskreis und je länger man sich mit Reizdarm Symptomen herumschlägt, desto größer wird das Risiko, dass die Darmprobleme chronisch werden. Kurzum: Dein Körper gewöhnt sich an Durchfall oder Verstopfungen.

Auf biologischer Ebene entstehen dabei folgende Probleme:

  • Die natürliche Darmbewegung ist fehlerhaft
  • Deine Darmschleimhaut ist zu durchlässig
  • Eine gestörte Darmflora (Bakterienstämme sind außer Gleichgewicht)
  • Infektionen im Magen-Darm-Trakt
  • Gestörte Serotoninproduktion

Schaut man sich die einzelnen Symptome und Ursachen an, wird klar, dass diese nicht zu 100% unbedenklich sein können. Denn auch wenn nicht wirklich eine Gefahr besteht, so wird das Leben des Betroffenen stark eingeschränkt. Schmerzen und Verkrampfungen hemmen die Konzentration und die Freunde am Leben, während die Abhängigkeit von einer Toilette das letzte bisschen Spontanität raubt. Darüber hinaus bedeutet eine schlechte Verdauung immer, dass wir nicht das Maximum aus unserer Verdauung ziehen können.

Werden die Reizdarm Symptome zu stark und halten über Monate, ja sogar Jahre an, kann es zu einer Mangelernährung kommen.

Reizdarm Behandlung – was hilft?

Echte Reizdarm Medikamente gibt es nicht. Letztendlich kannst du nur bei bestimmten Symptomen gezielt Abhilfe leisten, indem du zum Beispiel in der Apotheke nach Durchfall- oder Verstopfungsmitteln fragst.

 Wir empfehlen dir etwaige Medikamente nur dann, wenn die Beschwerden zeitweise zu akut werden. Ansonsten solltest du von ihnen absehen, weil diese ein weiterer Faktor sind, die deinen Darm ins Ungleichgewicht bringen. 

Du solltest daher einen ganzheitlichen Lösungsansatz suchen, der die Probleme an der Wurzel behandelt und im besten Falle zeitgleich die Reizdarm Symptome in Schach hält und den gestörten Darm regeneriert.

Zwei Ansätze sind dabei stets zu befolgen:

  1. Die richtige Reizdarm Ernährung
  2. Gutes Stressmanagement

Als eine geeignete Reizdarm Ernährung hat sich sehr häufig die Low Carb Diät herausgestellt. Der Grund dafür ist, dass es meistens bestimmte Kohlenhydratmoleküle sind, mit denen der Verdauungstrakt nicht zurechtkommt.

Top 10 Low Carb Lebensmittel

Unsere Top 10 Low Carb Lebensmittel – Liste & Infografik

Low Carb Lebensmittel sind aktuell sehr beliebt, da ein Speiseplan mit wenig Kohlenhydraten beim Abnehmen und beim Muskelaufbau helfen kann.

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Viele Menschen entwickeln im Laufe ihres Lebens eine leichte Unverträglichkeit gegen Stärke, Fruktose und vielen anderen Zuckermolekülen, die sich insbesondere in Industrielebensmittel wiederfinden. Dabei spielt auch die Menge eine große Rolle. Während nämlich geringe Mengen an Kohlenhydrate relativ problemlos durch den Darm befördert werden können, beginnen etwaige Organe oder Enzymdrüsen zu streiken, wenn die Toleranzmenge überschritten wird. #

Einfacher ausgedrückt: 1 Banane wird super verdaut, 3 Bananen sorgen aber für Verstopfungen.

Mit dem Low Carb Prinzip genießt du den Vorteil, dass es im Alltag sehr einfach anzuwenden ist. Statt nach einem spezifischen Ausschlussverfahren zu gehen und nur jene Lebensmittel auszumitteln, die du nicht verträgst, streichst du direkt und unkompliziert den Monsteranteil an Risikofaktoren aus deinem Speiseplan.

Wenn nicht Low Carb, dann FODMAP

Wenn Low Carb für dich aus bestimmten Gründen nicht in Frage kommt, hast du die Möglichkeit, über einen langen Prozess jene Lebensmittel auszumitteln, auf die du mit Reizdarm Symptome reagierst. Ein System, dass dir das Ganze ein wenig einfacher machen kann, nennt sich FODMAP. Es handelt sich dabei um eine Abkürzung für eine Reihe bestimmter Zuckermoleküle, die sich besonders auf Zuckeralkohole beläuft.

ODMAP bedeutet: Fermentierbare Oligo-, Di-, Monosccharide und (and) Polyole.

❌ Lebensmittel, die eine große Zahl an jenen Zuckermolekülen beinhalten, sind folgende:

  • Trockenobst
  • Zwiebeln
  • Schalotten
  • Pilze
  • Süßstoffe
  • Honig
  • Sirup
  • Milchpulvererzeugnisse
  • Eine Reihe von Früchten
  • Hülsenfrüchte
  • Weizen
  • Fertigsaucen wie zum Beispiel Ketchup
  • Detailliertere Listen zu FODMAP Lebensmitteln findest du in unserem eBook „Reizdarm heilen“.

    Streiche zunächst alle FODMAP Lebensmittel aus deinem Speiseplan und führe sie nach 3-4 Wochen einzeln wieder ein.

    Nimm dir ein Notizbuch zur Hand und schreibe auf, wie viel du vom jeweiligen Lebensmittel verzehrt hast und wie du darauf reagiert hast. Bleibst du beschwerdefrei, kannst du das Nahrungsmittel natürlich weiter essen. Fall nicht, verzichtest du von nun an permanent darauf.

    Wärme kann Reizdarm Symptome lindern

    Reizdarm Hausmittel – Gibt es das?

    Hier und da können kleine Kniffe oder bestimmte Reizdarm Hausmittel helfen. Ganz besonders Wärme (in Form von Wärmeflaschen oder Bädern) in Kombination mit Meditation beruhigen den Darm und lösen Verkrampfungen.

    Da die Psyche einen extrem großen Anteil an Reizdarm hat, lohnt es sich, regelmäßig ein paar Stunden oder Tage nur für sich zu nehmen. In dieser Zeit kannst du deinen Hobbys nachgehen, in Ruhe vor dem TV abschalten oder einfach zusammen mit deiner Familie und mit Freunden das Leben genießen. Im Stress produzieren wir eine große Menge Cortisol, was die Produktion von Glückshormonen (u.a. Serotonin, wichtig für die Verdauung) hemmt. Auf der anderen Seite steigert eine stressfreie Zeit mit viel Freude und Glücksmomenten die Produktion verdauungsfördernder Hormone.

    Auch hilfreich sind:

    • Ungezuckerte Kräutertees
    • Gewürze mit verdauungsfördernder Wirkung
    • Ausreichend Flüssigkeit trinken

    Wie genau Stress und deine Psyche im Zusammenhang mit Reizdarm stehen und welche Reizdarm Medikamente (Hilfe bei akutem Durchfall, Verstopfungen und Blähungen) helfen, erklären wir ausführlich in unserem Ebook „Reizdarm heilen“.

    Fazit

    Reizdarm ist ein fieses Unterfangen. Es gibt keinen klaren Auslöser und leider auch keine klare Behandlungsmethode. Du musst also ein Stück weit selbst herausfinden, mit welcher Reizdarm Behandlung du dich am wohlsten fühlst. Wir empfehlen immer einen ganzheitlichen Ansatz, bei der eine verdauungsschonende Ernährung, wie z.B. Low Carb und eine gezielte Reduzierung von Stress im Vordergrund steht.

    Wir hoffen, dass wir dir mit diesem kompakten Artikel weiterhelfen konnten. Für ausführliche Informationen rund um das Thema Reizdarm (Diagnose, Behandlung, Wissenswertes und schnelle Hilfe) legen wir dir unser Ebook „Reizdarm heilen“ ans Herz.

    Infografik: Reizdarmsyndrom – Das ist wichtig

    Reizdarm Infografik


    Quellen: https://www.barmer.de/presse/infothek/studien-und-reports/arztreporte/pm-arztreport-2019-180708

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